Samstag, 22. August 2009

Der Mensch im Kosmos
OT Le phénomène humain OA 1955 (postum) DE 1959Form Sachbuch Bereich Theologie
In seinem Hauptwerk untersucht Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin den Ursprung und die stammesgeschichtliche Entwicklung des Lebens und Denkens. Aus seinen Beobachtungen leitet er einen transzendenten Endpunkt der Evolution ab.
Entstehung: Der Hauptteil des Buchs entstand bereits zwischen 1938 und 1940 in China und den USA. Eine Anfrage des Autors um Druckerlaubnis beim Vatikan blieb 1941 ohne Antwort. Auch sieben Jahre später, nach Umarbeitung und Ergänzung des Texts, wurde das kirchliche Imprimatur nicht erteilt, sodass die Schrift erst postum im Jahr 1955 erscheinen konnte.
Inhalt: Der Autor stellt die Entwicklung des Universums in vier Stufen dar – 1. die Entstehung der Materie als Vorstufe des Lebens (Geogenese), 2. die Entstehung des Lebens aus der Materie (Biogenese), 3. die Entstehung des Denkens (Psychogenese) bzw. des Ich-Bewusstseins (Noogenese) innerhalb des Lebens und 4. der Zusammenschluss des Denkens zu einer »höheren Lebensform« (Konvergenz des Geistes). Die erste Materie bildet sich aus der »Granulation« einer Ur-Energie, dem Licht vergleichbar. In der Materie erscheint diese Energie in zweifacher Form: als »tangentiale«, äußere Energie, welche die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Stoffs bestimmt und als »radiale«, innere Energie, die bereits dem einfachen Stoff eine gewisse »Spontaneität«, ein rudimentäres Bewusstsein verleiht und die eigentlich treibende Kraft für den Fortschritt der Evolution darstellt. Die Materie hat von Beginn an eine »zweiseitige Struktur« und neben physischen auch psychische Merkmale.
Die Evolution erscheint Teilhard als eine Reihe »geplanter Zufälle«, die immer wieder zu sprunghafter Komplexitätszunahme in der Anordnung der Elementarteile führen – so etwa beim Übergang von unbelebter zu belebter Materie (vom Makromolekül zur Zelle) oder bei der Herausbildung des denkenden Ich-Bewusstseins beim Homo Sapiens durch Entwicklung des Nervensystems. Gleichzeitig findet eine »Erhitzung oder Konzentration des Psychischen« statt. Die physikalischen Eigenschaften der Materie treten durch die Noogenese in den Hintergrund und es entsteht eine soziale und mentale Gemeinschaft, eine Solidarität im Denken und Handeln, die als »Noosphäre«, als »denkende Schicht«, den gesamten Erdball umschließt. Das reflektive Bewusstsein des Menschen, von der Evolution hervorgebracht, richtet sich nun auf sich selbst und seine Entstehung. Er ist angehalten, die Zielrichtung der natürlichen Evolution zu erkennen, um diese aktiv (also auch mit künstlichen Mitteln wie z. B. der Technik) voranzutreiben. In diesem Sinne setzt die menschliche (Kultur-)Geschichte die »organische Bewegung des Lebens« bis zu ihrem Ende, dem »Punkt Omega«, fort. In Omega addiert und vereinigt sich das durch die Noogenese frei gewordene Bewusstsein zu einem kollektiven, planetarischen Gedächtnis und bringt als »Überpersönliches« die in sich vereinigten Persönlichkeiten zur Vollendung. Der Autor betont, dass sich die einzelnen Persönlichkeiten in der Konvergenz nicht auflösen, sondern ihr jeweiliges Ich-Bewusstsein und damit ihre Einzigartigkeit in Omega erst zur vollen Entfaltung gelangt. Das Streben des Bewusstseinsdrangs »nach immer höheren psychischen Formen« bis hin zu Omega ist unumkehrbar und sehr wahrscheinlich. Omega selbst ist von Anfang an als evolutive Kraft in der Schöpfung präsent und steht als deren Endpunkt außerhalb von Zeit und Raum. Der Gläubige erkennt in Omega Christus wieder, dessen Kraft der Liebe als Gesetz der gegenseitigen Anziehung alles Werden bestimmt, um es am Ende der Zeit in der Ewigkeit zusammenzuschließen.
Wirkung: Teilhards Anerkennung der grundlegenden Thesen der darwinistischen Evolutionstheorie und die Verneinung des Bösen als eigenständige Macht in der Welt brachten ihm von kirchlicher Seite viel Kritik ein. Sein theologisches Werk löste nach der Veröffentlichung jahrelange intensive und kontroverse Diskussionen aus. In jüngerer Zeit bezieht sich auch die US-amerikanische »Cyber-Culture« auf den französischen Jesuitenpater. Der globale Zusammenschluss von Computernetzwerken (Internet) wird hier als technische Realisation der teilhardschen Noosphäre interpretiert. S. I.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Quantenwelt


Das große Universum und die kleinsten Teilchen

Die Suche nach dem Quanten-Anfangszustand des Universums mehr...

Heute ist die Physik an der Schwelle zu einem völlig neuen Gesamtbild der Natur: Die Zusammenhänge zwischen der Welt im allergrößten – dem Universum – und der Welt des allerkleinsten – den Elementarteilchen – werden immer deutlicher.
Um das große Universum zu erklären, benötigen wir die Physik der kleinsten Teilchen.

So bestehen ferne Galaxien aus den gleichen Elementarteilchen, aus denen die Welt, die uns umgibt, aufgebaut ist. Umgekehrt gibt die Kosmologie aber auch Hinweise darauf, was die Teilchenphysiker noch nicht verstanden haben.

Denn die Zusammensetzung von Phänomenen wie Dunkler Materie und Dunkler Energie, von denen wir heute wissen, dass sie große Teile des Universums ausmachen, ist bisher unklar. mehr.....

Gott würfelt nicht, er pokert

Und zwar mit Stephen Hawking, der dem Allmächtigen gern in die Karten schauen würde.

Mit dem Universum in der Nussschale

Nach Albert Einstein ist er mit Sicherheit der berühmteste Physiker: Stephen Hawking. Für viele ist er inzwischen sogar zum Inbegriff des genialen Wissenschaftlers geworden, zu einer Ikone unserer Zeit. mehr...

Erst wenn das große Ganze des Universums quantenmechanisch klein wäre - oder um das von Hawking zitierte Shakespeare-Wort aufzugreifen: Wenn es in einer Nussschale Platz hätte, müssten Relativitätstheorie und Quantenmechanik zugleich gelten.

Wie dies mathematisch zu bewerkstelligen wäre, weiß im Moment allerdings noch niemand.

TEILCHENPHYSIK
Weltbild-Revolution im Supertunnel
Der Teilchenbeschleuniger LHC bei Genf ist das komplexeste Hightech-Gerät der Geschichte - und könnte unser Wissen über die Welt revolutionieren, meint der Physiker Rolf Landua. Es geht um eine Antwort auf die großen Fragen des Universums: Gibt es eine kosmische DNA? Eine Spiegelwelt? Und: Steckt Gott in jedem Teilchen?

Astronomen wundern sich darüber, dass Galaxien infolge der Fliehkraft durch ihre Rotation nicht zerreißen. Sie postulieren eine Art unsichtbare (»dunkle«) Materie, die die Welt zusammenhält und bis zu 99 Prozent der Materie im Weltall ausmachen soll. Bisher wurde nichts davon gefunden. Kein Wunder – so Robert Foot. Er sagt: Die dunkle Materie besteht aus Spiegelteilchen und ist aus diesem Grund unsichtbar. Daraus folgt: Es ist die Spiegelwelt, die unsere Welt zusammenhält. Ohne sie gäbe es keine Galaxien, kein Sonnensystem, kein Leben. mehr....

  • ANGRIFF AUF NEWTON
  • Deutsche Physiker stellen Gravitationsgesetz in Frage mehr...
  • Physiker auf der Spur der unbekannten Kraft mehr...
  • Elf Dimensionen, unendlich kleine String und zweidimensionale Branes sind hier alltäglich, in einer Welt, die die unsrige zu sein scheint. mehr...
Warum wir niemals alles wissen werden mehr.....

Die Wissenschaft vom Absoluten

Das Universum ist quantenmechanisch klein und relativistisch groß! (Skurrile Quantenwelt )

Seit dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren dehnt sich das Universum aus.
Auch wenn viele Fragen noch ungeklärt sind, haben die Kosmologen doch inzwischen eine recht genaue Vorstellung davon, wie es sich entwickelt hat von den ersten Sekundenbruchteilen nach dem Urknall bis heute. Mit Albert Einsteins berühmter allgemeiner Relativitätstheorie, die den Zusammenhang von Raum, Zeit und Materie beschreibt, können sie diese Ausdehnung zurückrechnen - als würden sie einen Film rückwärts abspielen.
Doch am Ende dieser Rechnung steht ein für Wissenschaftler sehr unerfreulicher Punkt: die so genannte Singularität.

An dieser Stelle bricht die bekannte Physik zusammen, denn das ganze Universum ist hier in einem Punkt vereint - Raum und Zeit existieren nicht. Der bekannte Physiker Stephan Hawking und der Mathematiker Roger Penrose bewiesen, dass eine solche Singularität im Rahmen von Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie unvermeidlich ist.

Ist die sogenannte Singularität ein >>Licht<<, eine imaginäre >>Sonne<< um die sich alles dreht und bewegt?

Wenn das Universum quantenmechanisch klein ist so könnte es auch in uns selbst sein.

Dies war meine eigene Selbsterfahrung und die Erfahrung vieler Mystiker!

Der Mensch ein Mikrokosmos, ein Universum im kleinsten.

Hildegard von Bingen: Der Mensch erscheint als Mikrokosmos, der in all seinen körperlichen und geistigen Gegebenheiten die Gesetzmäßigkeiten des gesamten (Makro)- Kosmos widerspiegelt. Alles ist aufeinander bezogen, wechselseitig miteinander verbunden!

Ramana Maharshi: Das ganze Universum ist im Körper enthalten...
Meister Eckhart: Im Inneren der Seele sind dir alle Dinge gegenwärtig.

Von den alten Griechen bis in die Gegenwart hat sich die Kenntnis des menschlichen Körpers weiterentwickelt - von der Ebene der äußeren Form und Struktur über die Ebene der Organsysteme und der Zellen, über die molekulare und submolekulare Ebene bis hin schließlich zur atomaren und subatomaren Ebene.

Auf diesen letzteren Ebenen finden wir keine Materie mehr - wir finden nur noch kreisende oder oszillierende Energiefelder, und zwischen diesen beobachtbaren Interaktionen der Energie finden wir die unglaubliche Menge dessen, was nun als das Nichts erscheint. Die Wahrheit ist, dass unsere Körper - wie alle <> - zusammengesetzt ist aus einem großen Teil solchen Nichts und einer Winzigkeit an Materie oder Energie-Interaktionen. Dr. W. Brugh Joy

Leerer Raum, das wissen Forscher heute, steckt in Wahrheit voller Energie.
Die Energie aus dem Nichts, was wir Vakuum nennen, verbirgt ungeheure Energien.
>>Eine höchst wirksame Energie, der alles entspringt und deren Ursprung man nie gesehen hat<<.Hildegard von Bingen, Mystikerin

Ich bitte die Teilchenphysiker dies nicht zu verwerfen, nur so bekommen wir ein Gesamtbild über uns selbst und die Welt!!

Wir brauchen heute diese Erkenntnis um uns selbst und der Natur zu helfen! mehr...